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Der Rhein
Unser größtes Gewässer, der Rhein im Übergang vom Hochrhein in den Oberrhein (in Fliessrichtung betrachtet), ist für uns Angler von der Landesgrenze in Grenzach (Kraftwerk-Birsfelden) rheinaufwärts bis nach Laufenburg mit der sogenannten "Generalkarte " befischbar, dies entspricht einer Strecke von ca. 35 Rheinkilometern. Geangelt wird entlang der "EU-Aussengrenze" :), zieht sich die deutsch-schweizerische Grenze doch durch den Rhein. Die Pachtverhältnisse an sich sind jedoch nach Abschnitten, den "Losen", mit dem Liegenschaftsamt Konstanz geregelt. Die Losgrenzen bilden meist die Kraftwerksbauten, oder natürliche Grenzen, wie Fluß- oder Bacheinmündungen etc. Der Angelsportverein Rheinfelden ist Hauptpächter auf dem Rheinlos 18, vom Kraftwerk Wyhlen-Augst bis zum Kraftwerk Rheinfelden und Mitpächter auf Rheinlos 16, vom Kraftwerk Schwörstadt rheinaufwärts bis zur Wehramündung.
Die derzeit gültigen Schonzeiten und Mindestmasse finden Sie in der Schonzeiten-Tabelle

Gültigkeitsbereich der Generalkarte von Los 11 (Laufenburg) bis Los 19 (Grenzach)
Begleiten Sie uns in diesem Bericht auf einer "virtuellen Bootsfahrt" rheinabwärts entlang des Ufers unseres Rheinloses 18.
Rheinkilometer 147,7 - Die obere Losgrenze bildet das älteste Flußkraftwerk Europas. Unterhalb des Maschinenhauses ist die Fischereigrenze gekennzeichnet.
Nach ca. 800 Metern erreichen wir den "Höllhooge", eine nicht ungefährliche Stelle, schnellfliessend und mit felsigem Flußbett. Hier mündet der Dürrenbach in den Rhein. Je nach Wasserführung des Rheins ändert diese markante Stelle durch natürliche Kiesaufschüttungen ihr Aussehen. Diese Aufnahme entstand vom schweizerischen Ufer. Bis hinab zur Rheinbrücke haben wir auf diesem 1 Teilstück ein gutes Salmonidengewässer. Ein kiesiges Flußbett, schnellfließend und nicht zu tief, bietet den Forellen, aber auch Barben, Döbeln, Nasen gute "Existenzgrundlagen". In ruhigeren Zonen des oberen Abschnitts sind auch immer wieder gute Hechte, Aale ab und an auch Zander und Karpfen zu fangen.
Dirk Biermann, ein versierter und ausdauernder Angler. Daß er die Strecke vom Kraftwerk bis zum "Höllhooge" kennt, beweisen seine gute Fänge immer wieder. Im März 99 konnte er diese, ca. 60 cm lange Flußforelle, mit einem MA-SO-KA Blinker überlisten.
Petri Heil Dirk
Direkt oberhalb der Rheinbrücke befindet sich ein alter Fischerstand. Versteckt in einer Felsnische unter Bäumen, bietet er gute Möglichkeiten die Felskanten, die davorliegende Sandbank, oder die Strömungskanten abzufischen. Antreffen sind alle Fischarten, von Aal bis Zander.
Die Rheinbrücke mit dem "Salmegg". Dieses alte Anwesen wurde einst im 19 Jahrhundert von einem reichen Kaufmann als Altersruhesitz für seine Frau erbaut. Nach verschiedenen Nutzungen und Besitzerwechseln gehört es heute der Stadt Rheinfelden. Völlig renoviert, dient es heute als Kulturstätte und Restaurant. Am Ufer befindet sich immer noch ein Fischerstand, der von den Anglern benutzt wird. Selbstredend, dass dieser Angelplatz vor dem Umbau mit der einher gegangenen Uferumgestaltung ungleich mehr Ruhe und bessere Fangaussichten bot. An ruhigen Tagen und außerhalb der "Gartensaison" sind aber immer noch gute Angelmöglichkeiten vorhanden. Weißfische, Forellen, Aale und auch Hechte können hier angetroffen werden. Auch Trüschen (Quappen) sind hier schon des öfteren gefangen worden. Vom Maschinenhaus, bis zum "Salmegg" ist der Rhein praktisch auf der ganzen Streck bei Normalwasserstand vom Ufer aus befischbar, wenngleich manche Stelle nur nach einigen Kletterübungen und nicht für jedermann erreichbar sind. Ab hier ist die Bootsfischerei rheinabwärts gestattet.
Auf einem spürbar langsamer fließenden Rheinabschnitt, bereits durch die Stauhaltung des sich ca. 6 Kilometer rheinabwärts befindlichen Kraftwerks Augst-Wyhlen beeinflußt, führt uns der Weg vorbei an der Frauenklinik, mit einem prächtigen Altbau. Befischbar ist dieser Abschnitt jedoch nur noch mit dem Boot, da die Zugänge zum Ufer auf Privatgelände liegen.
Der letzte Berufsschifferhafen auf dem Rhein ist unsere nächste Station. Bis Rheinfelden (Rheinbrücke) ist der Rhein offizielle Schiffahrtsstrasse. Außerhalb der Betriebszeiten bietet der Hafen auch fischereilich immer wieder Überraschungen. Forelle, Hecht, Aal, Barbe und alle Arten von Weißfischen halten sich hier auf. Auch die Zugänglichkeit ist recht gut. Immer einen Versuch wert.
Warmbach, eine der Rheinfelder Muttergemeinden, ist um vieles älter als unsere junge Industriestadt. Ein sehr schöner Blick vom Wasser. Leider ist der Zugang zum Rhein auf der gesamten Warmbacher Strecke von ungefähr Rheinkilometer 150,5 bis 151,5 nahezu unmöglich. Alles ist in privater Hand. Für uns Angler ist hier kein Platz. Zum Glück haben wir seit einem Jahr die Möglichkeit der Bootsfischerei. Auch auf dieser Strecke sind sicher alle Fischarten vertreten.
Ein idyllischer Blick auf den Wasserfall in Warmbach. An seinem Einlauf in den Rhein stehen immer wieder große Forellen, aber auch hier gilt, ohne Boot geht nichts.
Unterhalb des Ortsausgangs von Warmbach befindet sich einer der vielleicht schönsten Angelplätze auf unserem Los. Überhängende Bäume, Wurzelwerk und ein große Sandbank lassen gute Fangaussichten erwarten.
Jetzt befinden wir uns bereits rheinabwärts, kurz nach Rheinkilometer 153, auf Gemarkung der Gemeinde Herten. Das "Hertener Loch" ist sicherlich der meistbesuchte Uferplatz am Rhein. Baden, Grillen, Partytime und Highlife bieten jedem "Nichtangler" Spaß und Fun. Zum Fischen bleibt da nur die ruhige Jahreszeit und die frühen Morgenstunden an trüben Sommertagen. Die Fangaussichten sind jedoch immer recht gut - vorausgesetzt man weiß wie........
39 Pfund Karpfen am Stück...unser Andreas Zimmermann hat den Bogen raus. Gefangen im Sommer ´99 - Petri Heil !
Am gleichen Tag noch einen "Bomber" mit 40 Pfund gelandet - Andreas, du hast offensichtlich eine Direktleitung zu Petrus ! (Bilder von Fritz Kiefer)
Vom Hertener Loch bis zur Fähre und zum "Negerdörfle" einer Camping-Freizeitanlage zieht sich ein stark bewachsenes Ufer. Dazwischen befinden sich aber immer wieder günstige Angelplätze mit besten Erfolgsaussichten für den geduldigen Petrijünger. Immer wieder werden auf dieser Strecke starke Karpfenfänge gemeldet.
Die untere Losgrenze bildet der Altrhein - für uns Angler leider tabu, aber auch die Vogelwelt hat ein Anrecht auf Ruhe und Rückzug. Wir respektieren dieses schöne Naturschutzgebiet. Unverständlich jedoch das Verbot der Bootsfischerei auf der offenen Rheinseite (auf dem Bild rechts).
Grundsätzlich ist festzustellen, daß unser Rhein fischereilich kein einfaches Revier ist. Weder zur Bewirtschaftung, noch aus anglerischer Sicht, darf man Sensationen erwarten, wenngleich immer einmal gute Fänge gemeldet werden. Der Fischbestand hat in den letzten Jahren, trotz ständig besserer Wasserqualität, kontinuierlich abgenommen. Die Gründe sind sicher vielfältig und niemand weiß genau warum. Sind es tatsächlich die zahlreichen Kormorane, deren "Schlafbäume" am Altrhein deutlich erkennbar sind ? Ist es die Industrie ? Oder sind es bisher völlig unbekannte Faktoren ? - Es muß weitergesucht werden. Der Angelsportverein Rheinfelden läßt jedoch nichts unversucht und scheut keine Mühen die Bestände wieder zu regenerieren. Dankbarerweise werden wir in diesen Bemühungen von der Degussa-Hüls in den nächsten Jahren finanziell unterstützt. In unserer Fischzucht werden wir heimische Fische, insbesondere das früher so zahlreich vorhandene und jetzt immer seltener vertretene Rotauge, nachziehen und im Rhein besetzen. Aber auch die Bestände an Nasen, Brachsen und Döbeln sind erschreckend zurückgegangen. Uns bleibt die Hoffnung, daß unsere Bemühungen fruchten, und daß sich der Naturschutz nicht nur für das Leben oberhalb der Wasserlinie engagiert. Mit Verboten hat man sich in der Vergangenheit leicht getan. Mit konstruktiven Vorschlägen und aktiver Arbeit am Gewässer tun sich die Damen und Herren dieser Zunft allerdings äußerst schwer.
Wir Angler lassen uns jedoch die Freude an der Fischwaid nicht nehmen, wir gehen mit Natur und Kreatur bewußt und verantwortungsvoll um.
In diesem Sinne wünschen wir allen Angelkameraden am Wasser viel Petri Heil !
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